Erstes Netzwerktreffen nach Vereinsgründung

Knapp drei Monate nach der Gründung des „Self-Sustaining Communities European Network e.V.“ haben sich die Mitglieder zu einem ersten Austausch getroffen. Im Mittelpunkt der Sitzung am 19. April 2013 standen Gedankenaustausch, konkrete Umsetzungsmaßnahmen und die Vernetzung mit weiteren Gemeinschaften. Kleinere und größere Gemeinden, Kreise und Städte in Deutschland und dem europäischen Ausland sollen mobilisiert werden, sich mit nachhaltiger Energieversorgung auseinanderzusetzen. Das erste Ziel des Vereins: Die Verstärkung der Öffentlichkeitsarbeit, um möglichst viele Kommunen zu erreichen.

Darüber hinaus tauschten sich die Mitglieder bei ihrem Treffen in Großbardorf darüber aus, was sie in den vergangenen Monaten bereits erreicht haben: So sind die Bioenergiedörfer Großbardorf und Jühnde-Barlissen über die Landesgrenzen hinaus bekannt und es gab eine umfangreiche Berichterstattung in den Medien. Gerade die Vorstellung des Vereins auf der „Grünen Woche“ in Berlin sowie, dass Ministerin Ilse Aigner als Schirmherrin gewonnen werden konnte, hat die Bekanntheit des „Self-Sustaining Communities European Network e.V.“ gesteigert.

Erfolgreiche Vereinsgründung

Endlich ist es soweit: Am 24. Januar 2013 wurde der Self-Sustaining Communities European Network e.V. gegründet. Veranstaltungsort war das Institute for Advanced Sustainibility Studies (IASS) in Potsdam, das von Prof. Dr. Dr. Klaus Töpfer geleitet wird. Seit 2009 beschäftigt sich das Institut mit den Herausforderungen des Klimawandels und dem schonenden Umgang mit Energieressourcen.

 Gruppenfoto im IASS

Gruppenfoto der Gründungsmitglieder im Institute for Advanced Sustainabilty Studies, Potsdam

Im Anschluss an die offizielle Gründungsveranstaltung ging es gemeinsam in die Messehallen Berlins zur Internationalen Grünen Woche. Bei der Gemeinschaftsschau „Lust aufs Land“  überreichte der Parlamentarische Staatssekretär Herr Bleser vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz  (BMELV) die Gründungsurkunde an den frisch gegründeten Verein. Ministerin Ilse Aigner vom BMELV ist Schirmherren des Self-Sustaining Communities European Network e.V..

 Übergabe der Urkunde zur Schirmherrschaft

Übergabe der Urkunde zur Schirmherrschaft; v.l.n.r. Parlamentarischer Staatssekretär Bleser, Eckhard Fangmeier, Wolfgang Degelmann
Quelle: FNR

Rede des Parlamentarischen Staatssekretärs Peter Bleser

Sehr geehrter Herr Fangmeier, sehr geehrter Herr Degelmann, geehrte Vertreter aus den Verbänden und Kommunen, liebe Unterstützer dezentraler Energieversorgung, meine sehr verehrten Damen und Herren.

Es ist mir eine große Freude bei dem heutigen offiziellen Start des kommunalen Energienetzwerks “Self-Sustaining Communities” dabei zu sein. Ich überbringe Ihnen zugleich auch die besten Wünsche von Bundesministerin Aigner.

Ich begrüße Ihre Initiative im Namen des BMELV ganz ausdrücklich. Sie möchten mit Ihrem Netzwerk Kommunen helfen, die sich dem klimaschonenden Einsatz erneuerbarer Energien zuwenden wollen und damit energetisch unabhängiger werden. mehr

Wettbewerb „Bioenergiedörfer 2012“

Alle zwei Jahre schreibt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) einen Wettbewerb für Bioenergiedörfer aus. Gesucht werden Bioenergiedörfer, die mindestens 50 Prozent ihres Strom- und Wärmebedarfs aus regional erzeugter Biomasse gewinnen.

Die diesjährigen Preisträger Großbardorf, Oberrosphe und Schlöben wurden am 14.11.2012 auf der BioEnergy Decentral in Hannover gekürt. Prämiert wurden drei herausragende Konzepte, die eine besonders effiziente Nutzung der Bioenergie erreichen. Die Einbindung der Bürger sowie die Verknüpfung in die regionale Entwicklung sind weitere Kriterien. Die Prämien von jeweils 10.000 Euro sollen die Weiterentwicklung der Bioenergie-Konzepte unterstützen.

Mehr Informationen zur BioEnergy Decentral www.bioenergy-decentral.com